Hörspiel-Blog

Mein Cameo-Auftritt

Klingt komisch? Ist aber so. Mir wurde eine große Ehre zuteil, in dem ich mich in einer Hörspiel-Folge verewigen darf. Nicht als Cutter, sondern als Sprecher. Und es ist nicht irgendeine Hörspiel-Folge. Es geht um die finale Folge der Hörspiel-Serie „Die Prüfung“. Und ich darf dabei sein. Wie das passieren konnte, fragt Ihr Euch jetzt? Die Antwort bekommt ihr hier.

 

Wolfy Office Hörspiele

Das Hörspiel Label Wolfy Office dürfte Euch wohl bekannt sein, in jedem Fall, wenn Ihr regelmäßig meinen Blog besucht. Bereits im Oktober letzen Jahres, habe ich die erste Folge Vaterliebe  der Serie „Die Prüfung“ für Euch rezensiert. Dabei geht es um einen Serien-Killer der einem Familienvater bösartige und grauenhafte Aufgaben stellt. Als Sicherheit, hat der Killer der Familie entführt. Die Geschichte wird in 4 Teilen und je Folge aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Ein sehr gute Konzept für ein Hörspiel. Und in der finalen Folge habe ich eine kleine Sprechrolle erhalten.

Kim Jens Witzenleiter, der Gründer von Wolfy Office, hat mich vor einigen Tagen gefragt, ob ich Interesse an einem „Cameo-Auftritt“ hätte. Gemeint ist damit eine kleine Sprechrolle einer Nebenfigur. natürlich klingt Cameo-Auftritt schmeichelhafter, daher will es fortan dabei belassen. Natürlich habe ich umgehend (und grinsend) zu gesagt. Die Skript-Seite umfasste genau 2 Zeilen Text. Eine Herausforderung der ich mich durchaus in der Lage sah, sie zu bewältigen. Vorrangig hatte ich doch ein ganz anderes Problem. Wie nehme ich den meine Stimme auf?

 

Mein Home-Studio

Meine eigenen letzten Sprachaufnahmen sind schon eine ganze Weile her. Seiner Zeit habe ich kurze Takes für ebenfalls kleine Rollen bei Pandoras Play (Terra Mortis und U-666) eingesprochen. Da ich mittlerweile ausschließliche dezentral arbeite, war mein Aufnahme-Studio vorläufig obsolet. Also war meine erste Aufgabe, mein Equipment wieder aus dem Keller, dort sicher verstaut, zu holen. Der einzige Raum in der Wohnung der wirklich geeignet ist und etwas Spielraum für Tüftelein lässt, ist das Arbeitszimmer meiner Frau. Da wurde kurzer Hand der Schreibtisch freigeräumt, meine berüchtigte mobile Sprecherbox aufgebaut, XLR-Kabel verlegt und das Mikrofon an den Lap-Top angeschlossen. Fertig. Dachte ich.

Die Erinnerung trudelt langsam wieder ins Gedächtnis. Was war noch mal mit den Raumhall im Zimmer? Die Sprecherbox, ausgestattet mit Basotect-Platten, die ich äußerst clever aus zwei klappbaren Teilen gefertigt hatte, sollte Abhilfe schaffen. Die Box ist misst ca. 70x50x50 cm Innenmaß und lässt sich auf jeder glatten Oberfläche abstellen. Konstruiert für den Schreibtisch. Und ihr ahnt es vielleicht, ja, man muss sich hinsetzten zum Einsprechen. Nicht wirklich optimal. Beim Bau der Box war ich mobilen Einsatz bedacht, damit quasi ein Aufnahme-Studio to go hat. Daher auch das recht enge Maß. In der Praxis hat sich die Box als etwas zu klein herausgestellt. Der Sound ist klingt sehr basslastig und extrem komprimiert ohne Höhen. Das Mikrofon muss also vor die Box gestellt werden, bleiben aber die Reflexionen die nach hinten Strahlen. Eine weitere Erinnerung schoss mir durch den Kopf – die Bettenburg.

Das Beste Ergebnis erzielte ich damals mit einem Aufbau aus Sprecherbox, Stativen und meiner Bettdecke. Ich konstruierte also eine kleine Höhle, in die man sich gemütlich hineinsetzen konnte. Das eine Bettdeckeend einfach über die Stative geworfen und das andere auf der Box abgelegt, sorgte für die restliche Tilgung des unerwünschten Raumhalls. Selbstredend nicht professionell, aber doch recht findig. Außerdem ist es ne Bettenburg, hallo? So konnte ich mich endlich der eigentlich Sprachaufnahme widmen

 

Warum ich kein Sprecher geworden bin

Es handelt sich wie zu Beginn erwähnt, um lediglich 2 Zeilen Text. Ein wenig „keuchen“ vom Rennen sollte den Zweizeiler abrunden. Alles kein Problem und machbar. Bei Versuch 33 allerdings wurde mir kurzzeitig durch das übertriebene Atmen vom Rennen dann doch etwas schwindelig. An dieser Stelle noch einmal mein aller größten Respekt an jene, wenn auch nur aus H0bby, die sich als Sprecher/-innen versuchen. Es klingt immer so schön einfach und natürlich. Selbstverständlich würde man es so betonen und natürlich ist eine klare Aussprache besser hörbar und freilich sollte man das Ein- und Ausamten nicht vor jedem Satzanfang hören. Mit einschließlich Take 35 hatte ich dann eine kleine Auswahl Variation zum Anbieten im Kasten. Schnell noch ein Best-Of zusammengeschnitten und dann direkt an Kim geschickt. Sofern er nicht noch einen Star-Sprecher wie David Nathan oder Charles Rettinghaus für die Rolle begeistern kann, stehen meine Chancen gut, im Hörspiel gehört zu werden. Es wäre mir eine Ehre, Teil dieser Serie zu sein. Egal wie klein der Teil auch ist.

Ich freu mich in jedem Fall auf das Finale von „Die Prüfung“. Wer den ersten Teil schon kennt, kann sich hier auf die zweite Folge einstimmen.

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