Hörspiel-Blog

Midnight Tales Jubiläums Folge 25 und 26

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Die Midnight Tales feiern Jubiläum. Das hat Christoph Piasecki von Conendo Media dazu veranlasst, den Fans etwas ganz Besonderes zu präsentieren: „Tote neue Welt“. Ein Hörspiel in vier Teilen. Autor für die Folgen 25 bis 28 ist niemand anderes als Frank Hammerschmidt. Ich habe mir die ersten beiden Teile von „Tote neue Welt“ einmal angehört.

 

Ein Experiment geht schief

Wir schreiben das Jahr 2028. Ein fünfköpfiges Team wagt ein ganz besonderes Experiment. Auf Lanzarote wurde eine Forschungsstation eingerichtet, in der das Team die nächsten 3 Jahre, völlig abgeschottet von der restlichen Zivilisation, eigenständig überleben muss. Das Team besteht aus der Ärztin Jacqueline Arendt, dem Wissenschaftler Prof. Dr. Jens Wiggshoff, dem Botaniker Thilo Prebe, der Olympionikin Rebacca Jespen und dem Dokumentar-Filmer Sebastian Bahrens. Ein TV-Sender will das ganze später als große Dokumentation veröffentlichen. Das Experiment dient einer Art Simulation für das Leben auf dem Mars.

Während das Experiment im vollen Gange ist, geht im Land eine merkwürdige Vogelgrippe um. Viele Vögel fallen dieser Krankheit zum Opfer und sterben. Nur wenige Vögel, besonders Krähen, überleben, jedoch ändern sie auch ihr Wesen. Die Vögel werden zunehmend aggressiv und greifen sogar andere Tiere und Menschen an. Davon bekommt das Forscher-Team allerdings nichts mit. Erst als sie endlich nach 3 Jahren die teilweise unterirdische Station verlassen, bemerken sie, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Niemand ist da, um sie in Empfang zu nehmen. Nur die Krähen und die greifen sofort an.

Gemeinsam und unter ständiger Beobachtung der Vögel, versuchen sie die nächst gelegene Stadt zu erreichen. Doch alles ist verlassen, geplündert und teilweise zerstört. Was ist in den drei Jahren nur passiert? Dann treffen sie auf Alberto, der ihnen einen Unterschlupf anbietet. Mit seinem Boot würde er das Team von Lanzarote nach Spanien übersetzen, wenn die Bezahlung stimmt. Das beliebteste Zahlungsmittel: Nahrung. Doch irgendetwas stimmt nicht mit diesem Alberto. Das Forscher-Team muss Alberto vertrauen, wenn sie mit ihm nach Spanien segeln wollen.

 

Story und Atmosphäre

Die Einführung in die Geschichte ist kurz und schmerzlos gestaltet. Man kommt schnell in die Story rein und bekommt auch sehr früh den ersten Vogel-Schreck präsentiert. Autor Frank Hammerschmidt hält damit nicht lange hinter dem Berg. Anschließend ist etwas Zeit, die einzelnen Charaktere näher kennen zu lernen. Immerhin ist das Team seit 3 Jahren zusammen „eingesperrt“ und da kommt es unausweichlich zu Reibereien. So erleben wir die letzte Woche und ein bisschen Drama vor dem Ende des Experiments.

Im weiteren Verlauf der Geschichte wird sehr schnell klar, was kommen wird. Eine große Überraschung ist es nicht, dennoch wird der Hörer in den ersten beiden Folgen erst einmal im Dunkeln gelassen. Frank reicht uns nur kleine Happen und der kausale Zusammenhang bleibt verborgen. Man ist im Hier und Jetzt und weiß eigentlich nicht viel mehr, als die Protagonisten selbst. Was Spannung angeht, bisher alles richtiggemacht. Man spürt, wie im Hintergrund etwas nicht richtig läuft. Die ersten Anzeichen einer Dystopie werfen ihre Schatten voraus. Ja, schon etwas gruselig.

REZENSION: ANOMALIA FOLGE 11

Peter, der in Anomalia nach wie vor als Verräter gilt, bekommt seine große Chance allen seine Loyalität zu beweisen. Hierzu muss er eine äußerst gefährliche Simulation bestehen, bei der er sich seinen Ängsten und Schwächen stellen muss. Was er nicht ahnt, das jemand die Simulation manipulieren will. Das könnte für Jake tödlich enden. Dann erfährt Dr. Ambrose das eines der mobilen Gateways verschwunden. Sie ahnt Furchtbares.

Rezension lesen

Musik & Sound

Musikalisch war bisher keine Folge der Midnight Tales schlecht oder unpassend. Bei der Jubiläums-Folge hatte ich jedoch den Eindruck, man hat noch einmal eine Schippe draufgelegt. Der Soundtrack untermalt hervorragend die Atmosphäre, dazu das Krächzen der Krähen. Das macht schon Spaß. Der komplette Mix ist, wie bei allen bisher erschienenen Midnight Tales Folgen, professionell und ein schönes Hörerlebnis. Christoph Piasecki hat bei der Zusammenstellung seines Contendo-Teams eine sehr gute Wahl getroffen.

 

Die Sprecher von „Tote neue Welt“

Dazu muss man eigentlich nicht viel sagen. Das Contendo auf Profis zurückgreift, dürfte jetzt niemanden mehr überraschen. Und man wird auch nicht enttäuscht. Alle Rollen sind glaubhaft und leidenschaftlich gespielt. Sogar in kleinen Nebenrollen finden sich namenhafte Sprecher wie Peter Flechtner (Synchronstimme von Ben Affleck). Das Frauen-Duo mit Ärztin Jacqueline (gesprochen von Stephanie Kirchberger) und Olympia-Siegering Rebecca (gesprochen von Vera Bunk), die im Hörspiel nicht gerade die besten Freundinnen sind, glänzen ebenfalls in ihren Rollen. Im zweiten Teil stößt dann noch Bodo Wolf als Alberto hinzu. Neben zahlreichen Schauspielern sprach er auch den Vater (gespielt von Bryan Cranston) in „Malcom mittendrin“. Ein wirklich rundes Stimmen-Paket.

 

Mein Fazit für Folge 25 & 26

Die ersten beiden Folgen finde ich äußerst gelungen. Schönes Erzähltempo, gutes Kennenlernen der Protagonisten und keine Umwege in der Story. Das ganze Szenario ist spannend produziert und verliert sich nicht in einer epischen Länge. Midnight Tales haben sich für mich immer durch ihre Kürze und gradlinige, aber spannende und gruselige Story ausgezeichnet. Frank Hammerschmidt bekommt sogar vier Folgen für seine Geschichte „Tote neue Welt“ und die nutzt er in jedem Fall grandios. Auch dass man selbst nach 2 Folgen die Hintergründe zu den Geschehnissen noch nicht genau kennt, hält die Spannung hoch. Das Wort „Vogelgrippe“ ist zwar schon gefallen, aber eben nicht mehr als eine leere Worthülse. Man möchte es genau wissen. Ich freu mich schon sehr auf die letzten beiden Teile, dir ich schon hörbereit in der Playliste habe. Von mir gibt es deshalb auch die gradlinige MeinOhrenkino-Hörspiel-Empfehlung!

 

 

Sprecher/innen

Jacqueline Arendt – Stephanie Kirchberger
Rebecca Jepsen – Vera Bunk
Jens Wiggeshoff – Markus Raab
Tilo Prebe – Jacob Weigert
Sebastian Bahrens – Bastian Sierich
Alberto – Bodo Wolf
Sophie Gerling – Rieke Werner
Yvonne Gerling – Yvonne Greitzke
Christoph Hültenschild – Claus Vester
Nachrichtensprecher – Julian Tennstedt
Host – Peter Flechtner
Credits – Alex Bolte

Dramaturgie, Regisseur, Produzent: Christoph Piasecki
Buch: Frank Hammerschmidt
Musik: Michael Donner, Scott Lyle Sambora, Alexander Schiborr und Konrad Dornfels
Schnitt: Stefanie Berg und Anika Roth
Sounddesign: Erik Albrodt
Design & Illustration: Alexander von Wieding

Vorschau "Toten neue Welt" Folge 27 & 28

Tote neue Welt Teil 3 (Folge 27) erschein am 16. Oktober 2020

Tote neue Welt Teil 4 (Folge 28) erscheint am 23. Oktober 2020

Contendo Media
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