Hörspiel-Blog

Rezension: Anomalia Folge 11

Die Science-Fiction Hörspiel-Serie steht kurz vor dem Finale. Mit Folge 11 erscheint die vorletzte Folge der ersten Staffel. Sie trägt den Titel „Im Spiegel“ und gibt uns schon einen kleinen Hinweis auf den Inhalt dieser Episode. Was es aber genau mit dem Spiegel, fliegenden Treppen und sich ständig verändernden Räumen auf sich hat, erfahrt Ihr in dieser Rezension.

 

Der Kern der Geschichte

In Folge 11 liegt der Fokus auf Pete und seiner lang geplante Simulation. Petes große Chance, seine Treue für Anomalia endlich zu beweisen. Dieses Ereignis wird auch von vielen anderen Bewohnern in Anomalia mit Spannung verfolgt. Auf dem Marktplatz wurde eigens dafür ein überdimensionaler Bildschirm installiert, mit dem man die Simulation wie in einem Computerspiel beobachten kann. Doch die Simulation birgt auch eine Gefahr für Pete. Damit die Simulation wirklich funktioniert, muss erst sein Geist gebrochen werden, um direkten und unverfälschten Zugang zu den Synapsen im Gehirn zu erlangen. Ist Pete nicht stark genug, könnte er die Simulation niemals mehr lebend verlassen. Für Pete geht es also um mehr, als nur sein Ansehen und seine Integrität.

Jake, der schon in Kindertagen Pete das Leben schwergemacht hat, entschließt sich, die Simulation ein wenig zu manipulieren. Als Teil der Security erschwindelt sich Jake den Zugang in das Futuro-Hauptgebäude, wo sich auch die Simulationskapsel befindet, mit der Pete in eine Traumwelt versetzt wird. Die unüberlegte Aktion von Jake hat jedoch nicht den Ausgang, den er sich in seinem hasserfüllten Plan für Pete ausgedacht hatte. Ohne es zu wissen, bringt er Pete in Lebensgefahr.

Währenddessen erfährt Dr. Ambrose von dem Diebstahl des mobilen Gateways. Als Malcolm ihr dann berichtet, dass das mobile Gateway auch noch benutzt wurde, wird ihr der Ernst der Lage bewusst. Wenn das Gateway die Null-Zeitlinie und den General erreicht, ist die Verteidigung Anomalias so gut wie unmöglich.

 

Pete und der Spiegel

In der simulierten Traumwelt, in der sich Pete nicht nur seinen Ängsten stellen muss, ist ein Spiegel sozusagen der Einstieg. Durch den Spiegel im Wohnzimmer seiner Eltern gelangt er immer wieder in neue Traumwelten, bei denen er seine um Hilfe rufende Mutter finden muss. Doch die Räume und Orte ändern sich ständig. Aus dem Nichts erscheinende Treppen eröffnen ihm immer neue Wege, verschlossene Türen versperren ihm den Durchgang und tiefe Abgründe drohen ihn zu verschlucken. Die Angst, seine Mutter erneut zu verlieren, wächst mit jeder weiteren Simulation in Pete. Auch Gibbs, der ihn überhaupt erst zum Verräter gemacht hat, muss er sich erneut stellen und eine folgenschwere Entscheidung treffen.

Bei dieser Folge finde ich das Cover äußerst gelungen. Nach einigen farblich tristen und eher düstern anmutend erscheint „Im Spiegel“ in einem farbenfrohen Kleid. Pete rennt einen spiralförmigen Flur entlang, an dessen Decken und Wänden sich Türen und Treppen ranken. Pete rennt einem weißen Licht entgegen. Man wird so geblendet, dass man nicht erkennt, wohin der Flur führt. Pete rennt ins Ungewisse. Wirklich eine sehr schöne und stimmungsvolle Illustration.

REZENSION: Die Rolle ihres Lebens

Der Traum einer jeden Schauspielerin oder auch eines Schauspielers ist natürlich, mit einer Rolle den großen Durchbruch zu erlangen. Einmal auf der Bühne stehen und einen Oscar in Empfang nehmen. Ruhm und Reichtum dürfen selbstredend auch nicht fehlen. Aber wie weit würde man gehen, um die Rolle seines Lebens spielen zu dürfen? Wie weit würdest du gehen? Lies jetzt meine Kritik zu der erfolgreichen Folge aus der Midnight Tales Reihe.

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Nebensache

Was mich immer wieder erfreut, ist, wenn ich bekannte Stimmen in Hörspielen entdecke, die auch schon für meine Produktionen vor dem Mikrofon standen. Bei Anomalia ist die Schnittmenge erfreulich groß. Nicht nur das Marvin Kopp Scott und Oscar in der Hauptcast spricht, er ist auch in unserem letzten Creepy Tales zu hören. Aber auch in den Nebenrollen befinden sich bekannte Stimmen. So hörte ich sofort Frank Keiler, der in der Simulation einen Moderator spricht, heraus. In meiner Zombie-Serie Mortuorum Cibus spricht er den ultra bösen Richard. Auch wieder mit dabei ist Werner Wilkenig, mit dem ich leider noch nicht das Vergnügen hatte. Aber da wird sich bestimmt noch eine Gelegenheit finden.

Die Cast hat auch in dieser Folge eine wirklich gute Leistung erbracht. Bei Pete hätten die Emotionen durchaus noch etwas stärker gespielt werden können. Aber er ist insgesamt als sehr ruhiger Charakter und eher schüchtern angelegt. In der Simulation hätte es aber seiner emotionalen Situation durchaus mehr Tiefe gegeben.

Leider tappen wir auch weiterhin im Dunkeln, was die anderen Zeitlinien angeht. Die suchenden Eltern geraten etwas aus dem Fokus. Auch ist General West zu einer Randnotiz geworden. Wer meine letzte Rezension zu Folge 10 „Verborgen im Nebel“ gelesen hat, könnte aber durchaus erahnen, dass es nur für kurze Zeit sein wird. Was damit aber feststeht, dass wir in Folge 12 „Das zweite Gesicht“ so richtig was auf die Ohren bekommen. Da verlasse ich mich schon auf das Anomalia-Team.

 

Mein Fazit von Folge 11 „Im Spiegel“

Lange hatte man dieses Szenario vorbereitet und jetzt hat man Pete und seiner Charakterprüfung sogar eine ganze Folge gewidmet. Ein würdiger vorläufiger Abschluss für diesen Handlungsstrang. Die Simulation hat neben Unterhaltungswert auch eine spannende Geschichte und Situationen, denen sich Pete stellen muss. Bei der Beschreibung will ich nicht zu viel spoilern, sonst nehme ich Euch einfach ein Stück Hörerlebnis. Ihr müsst also noch einiges selbst herausfinden. Diese Folge gehört mit knapp 67 Minuten eher zu den „kürzeren“ Folgen. Die Spielzeit beträgt 5 Minuten weniger, als die Vorgängerfolge. Das ist zu verkraften. Die Spiegel-Folge punktet in jedem Fall mit Kurzweile.

Mir hat die Folge viel Spaß gemacht. Man kann den 3 Handlungen sehr gut folgen, da sich alles in einer Zeitlinie abspielt. Mit der gewohnten Erzählweise, springen wir wieder zwischen den einzelnen Handlungen und Orten hin und her. Der Zeitablauf ist dabei fast konsequent linear. Ich fand es gut. Auch dieses Mal erfährt man nichts aus den anderen Zeitlinien. Die Spannung zur finalen Folge steigt noch einmal ein kleines bisschen. Es gibt noch einige Handlungen, die nicht aufgelöst wurden. Von mir gibt es ohne Wenn und Aber die MeinOhrenkino-Hörspiel-Empfehlung.

 

Die Sprecher/innen:

Pete Summers – Lars Eichstaedt
Monica Summers – Angelika Osusko
Sikari Begai – Antonia Wiedemann
Jake Saunders – Leo Zander
Malcom – Manuel Francescon
Morris – Matthias Keller
Melanie Cross – Ann-Christin Blum

In weiteren Rollen: Leo Amic, Christopher Brehmer, Nico Fröscher, Diana Gantner, Saskia Geißler, Chiara Haurand, Nina Hecklau-Denker, Michael Heim, Mathias Hellweg, Frank Keiler, Rüdiger Kluck, Marvin Kopp, Florian Schabang, Ayu Schäfer, Matthias Steinfelder, Florian Wanoschek & Werner Wilkening

 

Link-Sammlung:

https://anomalia-das-hoerspiel.de/

https://anomalia-webshop.mybranchbob.com/

https://www.facebook.com/AnomaliaHoerspiel/

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