Hörspiel-Blog

Rezension: Anomalia Folge 8

Die achte Folge des Science-Fiction Hörspiels „Anomalia“ ist jetzt am Start. Die Regierung ist kurz vor der Entdeckung des geheimen Zufluchtsorts und Dr. Ambros Ruf steht mehr denn je auf dem Spiel. Werden sich die Bewohner von Anomalia am Ende doch gegen ihre Anführerin stellen? Lest dazu meine Kritik zur Folge „Wo ein Wille“.

 

Die aktuellen Ereignisse in Folge 8

Fisher und sein Team wurde bei der letzten Anomalie von Captain Melbournes Trupp gefangen genommen. Oscar blieb als einziger zurück. In einer kühnen Rettungsaktion befreit er Fisher und seine Freunde und beschert Captain Melbourne eine schwere Niederlage. Dieser muss sich vor General West persönlich verantworten. Währenddessen findet Scott in den Tiefen der Anomalia-Datenbank merkwürdige Einträge. Jemand hat scheinbar Einträge so manipuliert, dass bestimmte Bewohner nicht ihre Zeitlinien zurückgeschickt werden können, da die Zeitlinie angeblich gar nicht gefunden wurde. Scott teilt seine Entdeckung Citania, der Repräsentantin der Futuros, mit. Citania bringt die Entdeckung sofort mit anderen Ungereimtheiten in der Datenbank in Verbindung.

Mit einer Vorahnung lässt Citania den Gefangen und Erzfeind Mortimer Gibbs aus dem Gefängnis holen. Dieser war zuvor durch einen missglückten Fluchtversuch an ein Krankenbett gebunden. Er bekommt Gelegenheit, seine Version der Geschehnisse kund zu tun und auch, warum er Dr. Ambros so sehr verachtet. Sie manipuliere die Menschen nach ihren eigenen Bedürfnissen und würde selbst vor Mord nicht zurückschrecken. Citanias Zweifel an Ambros werden dadurch nicht weniger. Könnte sie vielleicht für die Manipulation an den Daten verantwortlich sein?

Dann gibt es noch Pete, der sich in Anomalia nie willkommen gefühlt hat, da ihn alle für einen Verräter halten. Er hatte damals seine Freunde an Gibbs verraten, um wieder bei seiner Mutter sein zu können. Er soll zwei Futuros zum Gateway begleiten, damit sie in ihre Zeitlinie zurückkehren können. Die junge Kara macht ihm statt Vorwürfe Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Beim Abschied überreicht sie ihm einen Anhänger mit der Inschrift „Was zählt, ist die Gegenwart“.  Pete spürt, dass es vielleicht doch noch eine zweite Chance für ihn gibt.

 

Bewährte Stilmittel

Da ich bereits fast alle Folgen rezensiert habe, müsste ich nun einige Pros und Kontras wiederholen. Deshalb will an dieser Stelle nur sagen, das die Qualität kontinuierlich durchgezogen wird. An manchen Stellen hätte ich mir immer noch etwas mehr Sound und „Kawumm!“ gewünscht, aber dafür bekommt man Sorgfalt und Passion in der Handlung. Der Erzähler-Anteil der einzelnen Personen kam mir dieses mal ab und an etwas lang vor. Da hätte ich mir doch mehr Hörspiel gewünscht. So hat man natürlich die Handlung etwas komprimiert und Platz für die verschiedenen Handlungsstränge geschaffen. Das erfordert selbstredend einiges an Konzentration. Mittlerweile tauchen viele Charaktere und Namen, auf die man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen muss. Mit längeren Pausen zwischen den Folgen, rate ich daher durchaus noch einmal in die vorangegangenen Folgen reinzuhören. Wer eine kurze Übersicht bevorzugt, kann auch gerne Folge 7 hier nachlesen.

REZENSION: MIDNIGHT TALES (6)

Ein harmloser Familienausflug mit dem Auto durch den Mount Packard Nationalpark. Auf dem Rücksitz zwei streitende Schwestern, Nancy und Suzy. Papa Bob am Steuer und neben ihm seine gottesfürchtige Frau Mavis. Ziel: die Großeltern besuchen. Doch plötzlich macht sich Dunkelheit im gesamten Park breit. Die Luft wird dick und ein tiefschwarzer Nebel verschluckt die Fahrbahn.

Rezension lesen

Meine Gedanken zur „Wo ein Wille“

Wir bekommen in den gut 71 Minuten gutes Story basiertes Hörspiel geboten. Die Handlung geht in die Tiefe und es bleibt spannend. Neue Fragen ergeben sich und der Zweifel an Dr. Ambros Absichten verhärtet sich. Es gibt auch Anspielungen auf die Folge „Reset“, die noch vor der Haupthandlung beginnt und die erste Zerstörung des Gateways beschreibt. Sehr geschickt gemacht. Die vielen Erzählerwechsel können allerdings etwas verwirren, da wir auch einen kleinen Zeitsprung in die Vergangenheit machen.

Bei den Sprechern ist neben Marvin Kopp, der Scott und seinen Zeitlinien-Zwilling Oscar spricht, auch wieder Jan Langer als Captain Melbourne zu hören. Er gehörte zu der Hauptcast meiner Zombie-Serie. Marvin Kopp könnt ihr übrigens in dem neuen Creepy Tale „Die drei Waisen“ auf Youtube hören. Auch die Sprecherin der jungen Kara, Delia Kornelsen, ist wieder dabei mit einer sehr guten Performance. Musikalisch wird wieder schön im Hintergrund agiert. Jede Szenerie wird mit passender Stimmungsmusik ganz dezent begleitet.

„Wo ein Wille“ hat mir sehr gut gefallen und lädt auch zu einem zweiten Hördurchgang ein. Ein gut geschriebenes und inszeniertes Hörspiel. Die Serie kommt ohne „Superstars“ der Sprecher/innen-Zunft aus. Es macht Spaß der Cast zuzuhören und die Story bleibt auch in Folge 8 schlüssig und dramatisch. Auch die Entwicklung von Dr. Ambros ist sehr gelungen. Daher bekommt auch diese Folge die MeinOhrenkino-Hörempfehlung.

 

Die Sprecher/-innen:

Citania – Angelika Osusko
Ariald Gunnarson – Markus Schultz
Sigurd Gunnarson – Jonathan Enns
Malcom – Manuel Francescon
Scott/Oscar Miller – Marvin Kopp
Kara – Delia Kornelsen
Nenat – Luca Kron
Pete Summers – Lars Eichstaedt

In weiteren Rollen: Ann-Christin Blum, Alex Bolte, Christopher Brehmer, Chris Büttner, Nico Fröscher, Nina Hecklau-Denker, Mathias Hellweg, Matthias Keller, Jan Langer, Christian Leonhardt, Thorben Liening-Ewert, Jann Oltmanns, Lidija Potonjac, Denis Rühle, Matthias Steinfelder & Jannis Tirakis

 

Links:

https://anomalia-das-hoerspiel.de/

https://anomalia-webshop.mybranchbob.com/

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