Hörspiel-Blog

Rezension: Midnight Tales „Futterneid“

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Die „Midnight Tales“ ist die neue Hörspiel-Reihe von Contendo Media. Dabei handelt es sich um ca. 40-minütige Storys von unterschiedlichen Autoren mit den verschiedensten Inhalten. Die Genres reichen von Science Fiction über Horror bis Mystery. Die ersten Folgen sind bereits erschienen. Aus der Reihe möchte ich für Euch Folge 3 „Futterneid“ einmal näher beleuchten.

 

Im Jahr 2099

Wir schreiben das Jahr 2099. Nach einem Atomkrieg sind große Teile der ganzen Welt verstrahlt. Die Menschheit ist dazu verdammt, unterirdisch in Kanal- und U-Bahn-Systemen zu leben. Fern von jeglichem Sonnenlicht. Als neue Währung dienen „Nahrungsrationen“, die das gängige Zahlungsmittel in der neuen Welt sind. Daher steht auch der Diebstahl von Lebensmittel unter Höchststrafe. Dem Verurteilten wird eine Sonde in den Kopf gepflanzt, die die Nahrungsaufnahme verhindert. Man verhungert!

Der Arbeiter Max hat Probleme, seine Frau und seine schwer kranke Mutter zu versorgen. Sein Arbeitgeber geizt mit den Nahrungsrationen und lässt ihn dafür Schwerstarbeit leisten. Bei einem Arbeitsunfall stirbt sein Arbeitskollege, der ihm seine Rationen überlasst. Doch schon bald sind auch diese zusätzlichen Rationen verbraucht. Dann wird seine Frau Eve auch noch schwanger und es scheint aussichtslos für die beiden. Sie wollen das Kind abtreiben lassen, der behandelnde Arzt verlangt dafür einen sehr hohen Preis. Max sieht sich gezwungen, die nötigen Rationen auf kriminelle Weise zu besorgen. Er stiehlt auf brutale Art Lebensmittel und macht sich so dem höchsten Verbrechen schuldig. Als die Polizei vor der Tür steht, scheint die Strafe unausweichlich.

ICH DARF ETWAS EINSPRECHEN

Rezensionen schreiben lohnt sich. Da ich auf meinem Blog die beiden ersten Folgen von „Die Prüfung“ vorgestellt habe, wurde ich von Kim (Wolfy Office) kurzer Hand für eine kleine Nebenrolle im großen Finale verpflichtet. Ein Cameo-Auftritt sozusagen. Das war natürlich auch wieder eine Gelegenheit, mich im Sprechen zu üben und auch meine Bettenburg wieder aufleben zu lassen. Aber lest am besten selbst.

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Die Produktion und Cast von Futterneid

Das Hörspiel hat eine Spieldauer von gut 42 Minuten und ist wie auch die anderen Midnight Tales professionell umgesetzt. Unter den Sprechern befinden sich neben Uve Teschner, der Max seine Stimme leiht, auch Joachim Tennstedt (Stimme von Jeff Bridges) oder Michael Pan („Better call Saul“ Bob Odenkirk). Auch Katja Liebing als Eve ist hervorragend besetzt. Das Ensemble bringt die Dramatik, Verzweiflung und Abscheulichkeiten sehr gut zum Ausdruck. Es macht richtig Spaß, zuzuhören. Das Hörspiel ist atmosphärisch düster und zeigt uns auf kurzem Weg eine mögliche Dystopie.

Ehrlich gesagt hatte ich auch wenig Zweifel daran. Immerhin hat Christoph Piasecki (Gründer von Contendo Media) bereits mit Lovecraft 5 gezeigt, was man mit „kurzen“ Hörspielen so alles erreichen kann. Die Hörspiellänge finde ich absolut in Ordnung, da die Story ohne viele Umwege erzählt wird. Absolut kurzweilig. Autor von „Futterneid“ ist Erik Albrodt, der hier ohne Zweifel eine dramatische Geschichte mit einem wirklich schaurigen Ende abgeliefert hat.

 

Das Futterneid-Cover

Für die Midnight Tales hat Contendo Alexander von Wieding engagiert. Dieser hat einen neuen Stil für die Reihe kreiert. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, das die Illustrationen digital erstellt wurden. Vom Stil eher grob, mit bunten, aber gedeckten Farben und mit „grungy“ Texturen hinterlegt. Die Motive sind ausdrucksstark und sehr plakativ. Auch das Futterneid-Motiv gefällt mir sehr gut, 3 Schattenwesen, die sich über einen Fetzen Fleisch hermachen. Sehr gelungen!

 

Mein Fazit zur Folge 3 von Midnight Tales

Von den von mir gehörten ersten 5 Teilen ist „Futterneid“ mein Favorit. Ich mag das kleine Setting und die wenigen Sprecher, mit denen doch so eine großartige Geschichte erzählt wird. Die Story ist gut geschrieben, schöne und düstere Atmosphäre. Die Cast ist absolut professionell und spielt das Drama wirklich gut. Das Konzept mit eher kürzeren Geschichten finde ich sehr begrüßenswert, da wieder die Story und eine knackige Handlung im Vordergrund stehen. Ich wurde 42 Minuten lang sehr gut unterhalten. Von Hörspielen versteht Herr Piasecki in jedem Fall einiges. „Futterneid“ und auch die ganze Reihe erhält von mir die MeinOhrenkino-Hörspiel-Empfehlung.

 

Sprecher-liste:

Max (Uve Teschner)

Eve (Katja Liebing)

Grant (Tobias Brecklinghaus)

Dylan (Michael Pan)

Mutter (Liane Rudolph)

Dean (Bastian Sierich)

Spade (Joachim Tennstedt)

Host (Peter Flechtner)

Credits (Alex Bolte)

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