Hörspiel-Blog

Rezension: Anomalia – Die Hörspiel-Serie

Mich erreichte vor kurzem eine E-Mail mit einer sehr erfreulichen Anfrage. Agens, aus dem ANOMALIA-Hörspiel-Team, stellte eine Anfrage bezüglich einer Rezension. Ich habe selbstredend sofort zugesagt. Und einige Tage später habe ich auch die ersten beiden Folgen der 12-teiligen SciFi-Hörspiel-Serie per Post erhalten. Großartig!

Hintergründe zur Hörspiel-Serie Anomalia

ANOMALIA war mir bereits geläufig, da ich auf meiner MeinOhrenkino-Facebook-Fanseite bereits darüber berichtet hatte. Das Team hat über Startnext ein erfolgreiches Crowdfunding gestartet, um die Produktion von Anomalia zu finanzieren. Mittlerweile haben Sie auch einen namenhaften Verlag für den digitalen Vertrieb ins Boot geholt, Lübbe Audio. Die CD gibt es vorläufig exklusiv im Hauseigenen Webshop (siehe Linkliste am Ende). Aktuell sind die Macher noch auf der Suche nach neuen Sprechertalenten. Wer also Lust hat, kann sich noch bis zum 27.04. bewerben (Hier geht es zum Casting).

 

Zur Vorgeschichte von Anomalia

Was ist Zeit und wie verläuft die Zeit? Linear? Parallel? Diesen Fragen ist die Wissenschaftlerin Dr. Elisabeth Ambrose auf den Grund gegangen in dem sie ein „Gateway“ entwickelt hat, mit dem verschieden Zeitlinien besuchen und erforschen kann. Doch es gibt einen kleinen Fehler, eine kleine Anomalie. Nach der geheimen Inbetriebnahme des Gateway kommt es immer wieder zu unkontrollierten Erscheinungen von Personen aus anderen Zeitlinien – den sogenannten Anomalien. Als die Regierung davon erfährt, entsendet sie einen NSA-Agenten namens Gibbs, der sich um die unerwünschten Personen kümmern soll. Sein Auftrag – alle Anomalien beseitigen!

Dr. Ambrose versucht genau diese Menschen zu schützen und entwickelt ein Art Versteck, einen sicheren Ort, eine neue Heimat – ANOMALIA. Die neue Zuflucht entwickelt sich weiter und es entsteht eine eigene Gesellschaft. Dort bringt sie alle Anomalien unter die sie und ihr Vertrauter Matthew Fisher aufspüren können, bevor es Gibbs tut.

Als kleinen Vorgeschmack gibt es dazu eine Anomalia-Demofolge, die ihr kostenlos anhören könnt: Anomalia RESET

 

Folge 1: 1 Uhr 23

Das Gateway ist seit sieben Jahren zerstört, doch der Regierung ist es gelungen das Portal zu rekonstruieren und sich auf diese Weise neue Technologien aus anderen Zeitlinien zu beschaffen. Doch leider treten auch wieder die Anomalien auf. Drei Jugendliche geraten auf die „hiesige“ Zeitlinie und bleiben nicht lange unbemerkt. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, da nicht Dr. Ambrose auf die Anomalien aufmerksam geworden ist, sondern Gibbs ebenfalls. Jeder der drei Jugendlichen hat seine eigene Geschichte mit eigenen Problemen und einer Vergangenheit mit denen er in der neuen Zeitlinie immer wieder konfrontiert wird. In der alten Zeitlinie ist vielleicht die Mutter verstorben, in der neuen Zeitlinie lebt sie aber vielleicht noch oder ist selbst noch ein Kind. Gibbs ist den Neuankömmlingen auf der Spur und Dr. Ambrose entsendet Fisher zur Rettung. Doch dann geht etwas furchtbar schief!

 

Folge 2: Schöne neue Welt (SPOILER)

Wenn Ihr hier weiter lest, löst sich der Cliffhanger von der Pilotfolge auf. Seid also gewarnt. Nach dem Absturz mit dem Gleiter müssen die Anomalien vor Gibbs flüchten und schaffen es schließlich doch nach Anomalia. Hier bekommen sie Antworten auf ihr Fragen und erfahren was es mit diesem sicheren und geheimen Ort auf sich hat. Denn Gibbs, hat keine Ahnung wo sich das Versteck befindet. Doch es gibt einen Verräter unter den Protagonisten. Wir er das Versteck an Gibbs verraten?

REZENSION: DIE KINDER DER TOTEN STADT

Bei den Kindern der toten Stadt geht es um 7 Kinder in Theresienstadt während des NS-Regimes. Man erlebt den Alltag der Kinder in dem KZ, was sie bewegt, was sie erleben und was sie hoffen. Der Release-Termin wurde auf den 23. Juni gelegt. Der Termin wurde bewusst gewählt, denn ganau vor 74 Jahren am 23. Juni 1944 besuchte eine Delegation des Internationalen Roten Kreuzes Theresienstadt, um sich davon zu überzeugen, dass es allen Insassen „gut“ gehe.

Rezension lesen

Mein Eindruck

Die Geschichte ist sehr fantasievoll und sehr komplex geschrieben. Je nach Sicht des Protagonisten ändert sich auch der Erzähler in der Ich-Perspektive. Das macht es zu einem sehr unterhaltsam, benötigt aber auch eine gute Portion Aufmerksamkeit. Man ist von der Handlung durch die immer wechselnde Perspektive sehr nah an der Person und dem Geschehen. Die Musik untermalt dazu die Szenerie sehr gut. Ebenso ist die Klangkulisse immer passend. Ich war immer gespannt, was die verschiedenen Zeitlinien für neue Geheimnisse oder Veränderungen bringen würden. Die Sprecher sind mir zum größten Teil unbekannt. Allerdings verstecken sich hinter den Stimmen auch zwei mir sehr gut bekannte Stimmen. In den Nebenrollen sind unter anderem Jan Langer und Christopher Kussin zu hören. Beide haben in meinem Hörspiel Mortuorum Cibus jeweils die Rolle des Soldaten „Jan“. Ebenfalls in einer Nebenrolle ist Frank Keiler zu hören, der in meiner Zombie-Serie den Bösewicht „Richard“ spricht. Auch eine bekannte Stimme ist Alex Bolte, mit dem ich bereits bei meinen Hoertalk-Projekten (zb. Zukunfts-Chroniken) gearbeitet habe.

Kleine Kritik

Ein wenig Kritik muss ich aber doch loswerden, Kleinigkeiten. Im ersten Teil hatte ich den Eindruck, dass die Lautstärke beim Erzählerwechsel manchmal deutlich unterschiedlich ausfällt. Auch hört man bei einigen wenigen Sprechern/-innen die Unerfahrenheit heraus. Unter den vielen Profis fällt sowas einfach auf. Das Ensemble ist aber keines Wegs schlecht, ganz im Gegenteil. Auch wenn das Level nicht bei allen gleich ist, hört man dennoch den Spaß bei der Arbeit heraus. Bei der Story gibt es auch ein paar Szenen, wo mir es etwas sehr „konstruiert“ vorkommt. Da werden wundersame Dinge doch recht gelassen hingenommen. Hier fehlt mir etwas die Begeisterung oder das Erstaunen. Man trifft nicht alle Tage sein anderes Ich aus einer anderen Zeitlinie.

Mein Fazit

Es ist eine ungewöhnliche Hörspiel-SciFi-Produktion mit guter Umsetzung und komplexer Story. Die Pilotfolge umfasst 2 CDs mit gut 80 Minuten Hörspaß. Folge 2 kommt mit üblichen 60 Minuten aus. Es war sehr spannend so nah an dem Geschehen der Protagonisten dabei zu sein. Man hätte noch viel mehr zu den verschiedenen Zeitlinien erfahren wollen, aber man hat sich dabei auf die Story konzentriert. Im zweiten Teil ist man diesem Wunsch aber direkt nachgekommen. Die ersten beiden Folgen haben mich überzeugt und bin sehr gespannt, was noch alles auf die drei Jugendlichen und Dr. Ambrose zu kommt.

 

Die Cast

Pete Summers – Lars Eichstaedt
Maria Miller – Diana Gantner
Scott Miller / Oscar Miller – Marvin Kopp
Jake Saunders – Leo Zander
Dr. Elisabeth Ambrose – Nina Hecklau-Denker
Matthew Fisher – Denis Rühle
Martin – Nico Fröscher
Melanie Cross – Ann-Christin Blum

In weiteren Rollen:

Christopher Bremer, David Burkard, Chris Büttner, Dennis Dammenmüller, Manuel Francescon, Nico Fröscher, Levin Goldbeck, Rüdiger Kluck, Severin Knapp, Mario Kohlmann, Jan Langer, Christian Leonhardt, Uwe Meyer, Olaf Mill, Jann Oltmanns, Matthias Steinfelder, Alex Bolte, Angelika Osusko, Chiara Haurand, Christian Leonhard, Christian Ohla, Christoph Lewicki, Christopher Kussin, Cynthia Taha, Florian Wanoschek, Frank Keiler, Heike Willar, Jan Langer, Jann Oltmanns, Jannis Tirakis, Julia Mainusch, Katrin Fiedler, Lidija Potonjac, , Martina Lechner, Maximilian Sakowski, Norbert Fuhrmann, Saskia Geißler, Sebastian „Gniechel“ Christ, Thorben Liening-Ewert

 

Links-Sammlung:

https://anomalia-webshop.mybranchbob.com/

https://www.facebook.com/AnomaliaHoerspiel/

https://www.startnext.com/anomalia-cd-produktion

https://www.luebbe.de/luebbe-audio/audio-downloads/science-fiction-romane/anomalia-folge-01/id_7200361

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